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Pfingsten
Das Pfingstfest ist 50 Tage nach dem Osterfest. Diese Zeitspanne wurde aus der jüdischen Tradition übernommen. Das Fest war dort zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel; später als Wochenfest bezeichnet: immer stärker trat als Inhalt das Danksagen für die Gesetzgebung am Sinai in den Mittelpunkt. Wohl erst im Jahrhundert vor Christi Geburt wurde es 50 Tage (daher der Name: griechisch Pentekoste, der 50. Tag) nach dem Passah-Fest angeordnet. Pfingsten in der Kirche ist das Fest des Heiligen Geistes, der auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren (Apg 2). Lukas gebrauchte die Erzählelemente der Ereignisse am Sinai für seine Schilderung des Geschehens am Pfingsttage. Er wollte so deutlich machen: was am Sinai für das jüdische Volk geschah, das wiederholte sich Pfingsten für alle Völker: eine neue Gesetzgebung, das Gesetz der Liebe für das neue Israel, die Kirche. Auch die Sprachverwirrung, die beim Turmbau zu Babel erfolgt war, wurde nun durch die eine Sprache des Geistes überwunden, Verständigung wurde neu möglich unter Menschen und zwischen Mensch und Gott.
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